
Der US-Dollar (USD) ist am Donnerstag erneut unter Abwärtsdruck geraten und auf ein Dreitagestief zurückgefallen. Die Marktteilnehmer bewerteten den Zinsentscheid der EZB und verfolgten weiterhin die Entwicklungen in der Nahostkrise.
Der US-Dollar-Index (DXY) hat den zweiten Tag in Folge nachgegeben und ist kurzzeitig unter die wichtige Unterstützungszone bei 102,00 gefallen. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex (PMI) und die vierteljährlichen Daten zum Arbeitskostenindex runden den Datenkalender ab.
Der restriktive Ton der EZB und der erneute Verkaufsdruck auf den US-Dollar haben der Erholung von EUR/USD zusätzlichen Auftrieb verliehen. Der Kassakurs stieg dabei über die Marke von 1,1170. In Deutschland stehen der Arbeitsmarktbericht, die Schnellschätzung zum BIP-Wachstum im dritten Quartal und die vorläufige Inflationsrate zur Veröffentlichung an. Zudem wird die erste Schätzung zum BIP-Wachstum im dritten Quartal für den gesamten Euroraum veröffentlicht.

GBP/USD hat an die Gewinne vom Mittwoch angeknüpft und ist auf ein Dreitageshoch gestiegen. Damit rückt die wichtige Hürde bei 1,3400 wieder in den Fokus. Zunächst stehen die Nationwide-Daten zu den Immobilienpreisen an, gefolgt von den Ergebnissen der Unternehmensbefragung Decision Maker Panel (DMP) der BoE.
USD/JPY hat den Rückgang des Vortages wettmachen können und ist wieder in den Bereich oberhalb der Marke von 158,00 gestiegen. Es wird erwartet, dass die BoJ ihren Leitzins unverändert lässt. Darüber hinaus stehen im Inland die Arbeitslosenquote, der Verbraucherpreisindex für Tokio, die Einzelhandelsumsätze, vorläufige Daten zur Industrieproduktion sowie die Baubeginne und Bauaufträge auf dem Kalender.
AUD/USD hat kurz nach dem Erreichen eines Fünfwochenhochs nahe 0,7070 an Schwung verloren und den Tag schließlich mit moderaten Verlusten im unteren Bereich der 0,7000er-Spanne beendet. Die vierteljährlichen Erzeugerpreisdaten werden zusammen mit Zahlen zu Wohnungsbaukrediten und Krediten an den Privatsektor veröffentlicht.
Die WTI-Futures mit der nächsten Fälligkeit (Dezemberkontrakt) haben etwas niedriger notiert, konnten sich jedoch nach einem kurzen Rückgang unter die Marke von 100,00 US-Dollar je Barrel teilweise erholen. Hintergrund waren neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Nahostkonflikts.
Gold hat an Schwung verloren und nach drei Handelstagen mit Gewinnen in Folge wieder nachgegeben. Damit rückt die wichtige Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze erneut in den Fokus. Die anhaltend hohe US-Inflation stützt weiterhin den Kurs der Fed, die Geldpolitik länger restriktiv zu halten, und setzt das gelbe Metall unter Druck.