
Der US-Dollar (USD) befindet sich nach der Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die Zinsen unverändert zu lassen, weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich nun unmittelbar auf wichtige Konjunkturdaten. Trotz zweier Gegenstimmen zugunsten einer sofortigen Zinserhöhung und einer starken Wirtschaftsaktivität verhinderte der vorsichtige Ton von Fed-Chef Kevin Warsh zum Zeitpunkt künftiger Zinserhöhungen, dass der Greenback seine jüngste Rally fortsetzte. Während Anleger auf die anstehenden US-Inflationsdaten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) für September und die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal warten, prüfen die Strategen von DBS Group Research und der Commerzbank, ob robustes Wachstum bei gleichzeitig nachlassender zugrunde liegender Inflation die längerfristig eingepreisten Zinserhöhungen infrage stellen wird oder ob eine geldpolitische Straffung im Dezember weiterhin fest auf Kurs bleibt.


Philip Wee von DBS Group Research warnt, dass die restriktiv signalisierte Zinspause der Federal Reserve nicht ausgereicht habe, um die Aufwärtsdynamik des US-Dollars aufrechtzuerhalten. Er verweist auf eine deutliche Divergenz zwischen einem schwächeren Greenback und erhöhten US-Staatsanleiherenditen. Da Fed-Chef Kevin Warsh eine Zinserhöhung im Dezember nicht bestätigen wollte, werden die anstehenden PCE-Inflationsdaten und BIP-Zahlen für das dritte Quartal entscheidend sein. Wee zufolge könnte widerstandsfähiges Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig nachlassender zugrunde liegender Inflation die Märkte dazu zwingen, ihre Erwartungen an mehrere Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2027 zurückzuschrauben.
„Die restriktiv signalisierte Beibehaltung der Zinsen durch die Fed reichte nicht aus, um die Rally des USD aufrechtzuerhalten. Besonders bemerkenswert war die Divergenz zwischen einem schwächeren DXY und höheren Renditen von US-Staatsanleihen... Da Fed-Chef Kevin Warsh eine Zinserhöhung im Dezember nicht bestätigen wollte, sind die Märkte auf die heutigen PCE-Inflationsdaten und BIP-Berichte für das dritte Quartal 2026 angewiesen, um Orientierung zu erhalten... Die PCE-Gesamtinflation dürfte im September auf 3,6 % gegenüber dem Vorjahr steigen (0,5 % gegenüber dem Vormonat)... Laut der erwarteten ersten Schätzung dürfte sich das BIP-Wachstum im dritten Quartal 2026 auf eine saisonbereinigte, annualisierte Rate von 3,2 % gegenüber dem Vorquartal beschleunigen... Eine Kombination aus widerstandsfähigem Wachstum und nachlassender zugrunde liegender Inflation dürfte eine Neubewertung der vom Markt erwarteten mehrfachen Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2027 auslösen.“
Michael Pfister von der Commerzbank stellt fest, dass die Entscheidung der Fed, die Zinsen unverändert zu lassen – trotz zweier Gegenstimmen zugunsten einer Erhöhung –, den US-Dollar nahezu unverändert ließ. Die Märkte preisen weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 85 % für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Während solide Wachstums- und Arbeitsmarktdaten für eine weitere Straffung sprechen, hebt Pfister hervor, dass die ab 2027 anstehenden strukturellen Änderungen bei den Sitzungen des Offenmarktausschusses (FOMC) die Volatilität am Devisenmarkt noch stärker von den Ankündigungen der Notenbank hin zu den Veröffentlichungen von Konjunkturdaten verlagern werden.
„Wie erwartet führte die gestrige Sitzung der Federal Reserve zu keiner Zinsänderung. Allerdings wurden zwei Stimmen für eine Zinserhöhung abgegeben, darunter eine von Lisa Cook... Für den US-Dollar war das Ganze somit ein Nicht-Ereignis: Es gab praktisch keine Bewegung, und der Markt preist für die Sitzung im Dezember weiterhin eine Zinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 85 % ein... Besonders interessant wurde die Sitzung gleich zu Beginn, als Warsh ankündigte, dass man zwar an acht Sitzungen pro Jahr festhalten wolle, ab 2027 jedoch eine davon eine Strategiesitzung ohne Zinsentscheidung oder Erklärung sein werde.“
Die verhaltene Reaktion des US-Dollars auf die Zinspause der Federal Reserve verdeutlicht, dass der Devisenmarkt zwischen kurzfristig eingepreisten restriktiven Zinserwartungen und einer längerfristigen makroökonomischen Neubewertung steht. Während die Commerzbank darauf hinweist, dass eine Wahrscheinlichkeit von 85 % für eine Zinserhöhung im Dezember die kurzfristige Bewertung des Greenback weiterhin verankert, betont DBS Group Research, dass Anleger ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed im Jahr 2027 möglicherweise zurückschrauben müssen, falls das BIP im dritten Quartal (3,2 % gegenüber dem Vorquartal auf annualisierter Basis) eine solide wirtschaftliche Expansion bei gleichzeitig nachlassender Kerninflation bestätigt. Dies könnte das weitere Aufwärtspotenzial des US-Dollars vorübergehend begrenzen.
(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur überprüft. Mehr erfahren.)