US-Dollar-Index: Nachfrage nach sicheren Häfen stützt Erholung über den 20-Tage-EMA vor US-Arbeitsmarktdaten (NFP)

  • Der US-Dollar-Index springt auf knapp 101,95, da der Kurseinbruch bei KI-Aktien die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbelt.
  • Anleger warten gespannt auf die US-Arbeitsmarktdaten für Oktober, die um 13:30 Uhr GMT veröffentlicht werden.
  • Die US-Arbeitsmarktdaten dürften die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed nur begrenzt beeinflussen.

Der US-Dollar (USD) legt gegenüber den wichtigsten anderen Währungen kräftig zu. Eine weltweite Sektorrotation infolge des verschärften Ausverkaufs bei Aktien mit Bezug zur Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) hat die Nachfrage nach sicheren Häfen erhöht.

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Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollar gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, mit einem Plus von 0,35 % bei knapp 101,95.

US-Dollar-Kursentwicklung heute

Die folgende Tabelle zeigt die heutige prozentuale Veränderung des US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen. Am stärksten legte der US-Dollar gegenüber dem australischen Dollar zu.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0,29 % 0,34 % 0,05 % 0,38 % 0,81 % 0,75 % 0,04 %
EUR -0,29 % 0,04 % -0,26 % 0,09 % 0,52 % 0,45 % -0,25 %
GBP -0,34 % -0,04 % -0,30 % 0,05 % 0,48 % 0,40 % -0,30 %
JPY -0,05 % 0,26 % 0,30 % 0,35 % 0,78 % 0,70 % 0,00 %
CAD -0,38 % -0,09 % -0,05 % -0,35 % 0,42 % 0,35 % -0,35 %
AUD -0,81 % -0,52 % -0,48 % -0,78 % -0,42 % -0,08 % -0,77 %
NZD -0,75 % -0,45 % -0,40 % -0,70 % -0,35 % 0,08 % -0,69 %
CHF -0,04 % 0,25 % 0,30 % -0,01 % 0,35 % 0,77 % 0,69 %

Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der wichtigsten Währungen zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte gewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den US-Dollar auswählen und der Zeile nach rechts bis zum japanischen Yen folgen, zeigt die prozentuale Veränderung in diesem Feld die Entwicklung von USD (Basiswährung)/JPY (Kurswährung).

Abbau von KI-Positionen löst breiten Ausverkauf bei US-Aktien aus, defensive Werte schneiden besser ab

Die Strategen der Danske Bank betonen, dass der jüngste „Abbau von KI-Positionen gestern zu einem regelrechten Ausverkauf eskalierte und den gesamten US-Markt mit nach unten zog“, da sich der Verkaufsdruck weit über den Technologiesektor hinaus ausbreitete. Sie stellen fest: „Der S&P 500 fiel um 4,4 %, wobei sämtliche Sektoren nachgaben und der IT-Sektor die Verluste anführte. Der Nasdaq Composite verlor unterdessen 5,5 % und der Nasdaq 100 6,4 %, was für Letzteren den schwächsten Handelstag seit März 2020 bedeutete.“ Zugleich unterstreicht die Danske Bank, dass sich „defensive Werte deutlich besser hielten. Es handelte sich also ebenso sehr um eine Rotation innerhalb des Aktienmarktes wie um Kapitalabflüsse aus Aktien“. Dies deutet auf eine ausgeprägte Verschiebung der Sektorpositionierung hin und nicht auf einen einheitlichen Rückzug aus Risikoanlagen.

Auf der Konjunkturseite warten Anleger gespannt auf die US-Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) für Oktober, die um 13:30 Uhr GMT veröffentlicht werden.

Schätzungen zufolge haben US-Arbeitgeber 65.000 neue Mitarbeiter eingestellt, nach 29.000 im September. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,2 % liegen.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne, ein wichtiger Indikator für das Lohnwachstum, dürften gegenüber dem Vorjahr um moderate 2,9 % gestiegen sein, nach 3 % im September. Im Monatsvergleich wird ein Lohnwachstum von 0,3 % erwartet, nach zuvor 0,1 %.

Dollar-Reaktion auf Arbeitsmarktdaten gilt als zunehmend ungewiss

Die Commerzbank stellt fest, dass die jüngsten Beschäftigungsberichte am Devisenmarkt verhaltenere und uneinheitlichere Reaktionen ausgelöst haben. Der US-Dollar zeige bei Arbeitsmarktdaten keine klare Richtungstendenz mehr. Wie die Bank es formuliert, „scheint sich der US-Dollar nicht ganz sicher zu sein, wie er auf die Arbeitsmarktzahlen reagieren soll“. Dies lege nahe, dass uns „sofern größere Überraschungen ausbleiben, ein recht entspannter Wochenausklang bevorstehen könnte“.

Technische Analyse des US-Dollar-Index

Im Tageschart notiert der Dollar Index Spot bei 101,86. Der kurzfristige Ausblick ist leicht bullisch, da sich der Kurs über dem exponentiellen gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 101,79 hält. Dies deutet nach der jüngsten Konsolidierung auf eine zugrunde liegende Nachfrage hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 53,26 im neutralen Bereich und signalisiert damit, dass Aufwärtsdynamik vorhanden ist, ohne dass der Markt überkauft erscheint.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 20-Tage-EMA bei etwa 101,79. Der Eröffnungskurs der Sitzung bei rund 101,86 dient dabei als nahe gelegene Pivotmarke, die halten muss, damit das positive Chartbild bestehen bleibt. Ein nachhaltiger Bruch unter diese Unterstützungszone würde auf nachlassenden Kaufdruck hindeuten und den Weg für eine stärkere Korrektur in Richtung der jüngsten Tiefstände bei etwa 101,00 ebnen. Auf der Oberseite muss sich das Währungspaar nachhaltig über dem 20-Tage-EMA halten, um das Jahreshoch bei etwa 103,00 erneut ansteuern zu können.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)