
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag laut einem Bericht der Financial Times: „Wir scheinen alle unsere Ziele zu erreichen.“ Er fügte hinzu, dass die USA derzeit keinen Angriff auf den Iran planten. Trump bezeichnete die Lage im Hinblick auf Teheran zudem als „eine glänzende Situation“.
Unterdessen aktualisierte die US-Botschaft in Saudi-Arabien am Dienstag ihre Sicherheitswarnung und warnte amerikanische Staatsbürger vor möglichen weiteren Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi auf Flughäfen und kritische Infrastruktur, wie Reuters berichtete. Sie schränkte außerdem Reisen ihrer Mitarbeiter in Gebiete ein, zu denen die wichtigsten Ölförder- und Ölexportregionen des Königreichs gehören.

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition teilte am Dienstag mit, sie habe eine Drohne abgefangen und zerstört, die nach ihren Angaben von den Huthi in Richtung des Südens Saudi-Arabiens gestartet worden sei.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert West Texas Intermediate (WTI) bei 95,77 US-Dollar und damit im Tagesverlauf um 0,01 % höher.
WTI-Öl ist eine Rohölsorte, die an den internationalen Märkten gehandelt wird. WTI steht für West Texas Intermediate und zählt neben Brent und Dubai Crude zu den drei wichtigsten Rohölsorten. Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Dichte und seines niedrigen Schwefelgehalts wird WTI auch als „leicht“ beziehungsweise „süß“ bezeichnet. Es gilt als hochwertiges Öl, das sich leicht raffinieren lässt. Es wird in den Vereinigten Staaten gefördert und über den Umschlagplatz Cushing verteilt, der als „Pipeline-Knotenpunkt der Welt“ gilt. WTI dient als Referenzgröße für den Ölmarkt, und sein Preis wird häufig in den Medien genannt.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die wichtigsten Einflussfaktoren für den Preis von WTI-Öl. So kann das weltweite Wirtschaftswachstum die Nachfrage ankurbeln, während ein schwaches Wachstum den gegenteiligen Effekt haben kann. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, eines Zusammenschlusses wichtiger ölfördernder Länder, sind ein weiterer wesentlicher Preistreiber. Auch der Wert des US-Dollars beeinflusst den Preis von WTI-Rohöl, da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Ein schwächerer US-Dollar kann Öl daher erschwinglicher machen und umgekehrt.
Die wöchentlichen Berichte zu den Öllagerbeständen des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Veränderungen der Lagerbestände spiegeln Schwankungen von Angebot und Nachfrage wider. Zeigen die Daten einen Rückgang der Bestände, kann dies auf eine gestiegene Nachfrage hindeuten und den Ölpreis nach oben treiben. Höhere Bestände können auf ein gestiegenes Angebot hinweisen und die Preise drücken. Der API-Bericht wird jeden Dienstag veröffentlicht, der EIA-Bericht am darauffolgenden Tag. Die Ergebnisse sind in der Regel ähnlich: In 75 % der Fälle weichen sie um höchstens 1 % voneinander ab. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da die EIA eine staatliche Behörde ist.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist ein Zusammenschluss von zwölf ölfördernden Staaten, die bei zweimal jährlich stattfindenden Treffen gemeinsam Förderquoten für ihre Mitgliedsländer festlegen. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise von WTI-Öl aus. Beschließt die OPEC, die Quoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise nach oben treiben. Erhöht die OPEC die Förderung, hat dies den gegenteiligen Effekt. OPEC+ bezeichnet eine erweiterte Gruppe, der zehn weitere Länder angehören, die nicht Mitglied der OPEC sind. Das bedeutendste davon ist Russland.