

WTI-Futures notierten am Dienstag bei knapp 100,50 US-Dollar je Barrel, was einem Plus von 2,5 % und dem höchsten Stand seit über einem Monat entsprach. Zuvor hatten sie im asiatischen Handel bei rund 98,40 US-Dollar und im frühen europäischen Handel bei 99,15 US-Dollar gelegen. Brent wurde an der ICE laut ING bei rund 110 US-Dollar je Barrel gehandelt.
AUD/USD notierte am Montag bei rund 0,6980 und lag damit auf Tagessicht 0,51 % im Plus. USD/IDR fiel während des asiatischen Handels am Dienstag den zweiten Tag in Folge auf rund 18.040.
Die Renditen zehnjähriger französischer Staatsanleihen stiegen am Montag um 13 Basispunkte, verglichen mit einem Anstieg um 8 Basispunkte in Italien und 3 Basispunkte in Deutschland, wie die Rabobank-Strategen Joe DeLaura und Florence Schmit mitteilten.
Die Islamischen Revolutionsgarden des Iran erklärten, Teheran habe die Straße von Hormus nicht vollständig geschlossen und könne seine Blockade auf die Meerenge Bab al-Mandab und den Suezkanal ausweiten, berichtete die Tehran Times am Montag. Unabhängig davon verwies Rabobank auf eine iranische Behauptung, wonach zwei Tanker mit einer Ladung von bis zu 4 Millionen Barrel Rohöl von Seeminen getroffen worden seien. Die Behauptung wurde nicht unabhängig bestätigt.
Der Ölhandel war am Montag von starken Schwankungen geprägt. WTI stieg angesichts unbestätigter Berichte über neue US-Angriffe auf den Iran von einem Tagestief knapp über 96,50 US-Dollar auf etwas über 99,00 US-Dollar. Der vorherige Rückgang folgte auf die Entscheidung von Präsident Donald Trump, die Sanktionen nach dem Graham Act sowie Zölle auf russische Energie auszusetzen. Die Nachricht darüber war nach Handelsschluss am Freitag bekannt geworden. Rabobank berichtete, dass die aktiv gehandelten Brent-Futures zum Zeitpunkt ihres Marktupdates am Montag um 1,80 US-Dollar je Barrel im Minus lagen.
Die ING-Strategen Warren Patterson und Ewa Manthey erklärten, die Öltransporte aus dem Persischen Golf seien trotz der Spannungen weiterhin relativ umfangreich. Zugleich hätten die Tankerfrachtraten Rekordhöhen erreicht, da die Entwicklungen im Nahen Osten einen weniger effizienten Einsatz der Schiffe zur Folge hätten. Ihren Angaben zufolge erwogen die Vereinigten Staaten, den Verkauf sanktionierter Tanker zu erlauben, um die Kapazitäten im regulären Schifffahrtsmarkt auszuweiten. Der Umfang der betreffenden Kapazitäten und der Zeitplan seien jedoch weiterhin ungewiss.
Chinas Förder- und Raffineriedaten für September lieferten weitere Einblicke in die physische Ölnachfrage. Die inländische Rohölförderung stieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 % und im Vorjahresvergleich um 2,5 % auf 4,45 Millionen Barrel pro Tag. Die Raffinerien verarbeiteten etwas mehr als 14 Millionen Barrel pro Tag, 0,4 % mehr als im August, aber 8,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Damit erreichte der Raffineriedurchsatz den höchsten Stand seit März.
Auf Grundlage dieser Zahlen und der Außenhandelsdaten schätzte ING, dass China seine Rohölbestände im September um etwas mehr als 500.000 Barrel pro Tag beziehungsweise insgesamt 16 Millionen Barrel abbaute. Die Bank berechnete eine rechnerische Nachfrage von 12,75 Millionen Barrel pro Tag, was einem Rückgang von 2,7 % gegenüber dem Vormonat und 15,2 % gegenüber dem Vorjahr entsprach.
Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 4,5 %. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber den 4,3 % im Vorquartal und übertraf die Markterwartungen. China ist Australiens größter Handelspartner und ein wichtiger Abnehmer seiner Rohstoffexporte, darunter Eisenerz.
Christopher Kent, Assistant Governor der RBA, erklärte, es gebe plausible Anzeichen dafür, dass die neutralen Zinssätze in Australien und weltweit stiegen. Der neutrale Zinssatz bezeichnet das Zinsniveau, bei dem die Geldpolitik die wirtschaftliche Aktivität weder stimuliert noch bremst.
Die Bank of Japan plant, die Zinsen bei ihrer geldpolitischen Sitzung im Oktober unverändert zu lassen und ihre Inflationsprognose anzuheben. Das berichtete Reuters unter Berufung auf vier mit den Überlegungen der Zentralbank vertraute Quellen. Der Bericht beschreibt geldpolitische Beratungen und keine bereits verkündete Entscheidung.
Die französischen Behörden erwogen angesichts von Protesten und Plünderungen Ausgangssperren, wie die Rabobank-Strategen Joe DeLaura und Florence Schmit erklärten. Sie berichteten außerdem von Unruhen in Belgien und Italien, nachdem es zuvor in Spanien und Portugal friedliche Proteste gegeben hatte.
Die Strategen warfen die Frage auf, wie die Europäische Zentralbank reagieren würde, falls Frankreich Unterstützung benötigte. Dabei beschrieben sie ein geldpolitisches Dilemma zwischen einem Eingreifen und den Risiken für die wirtschaftliche, politische und finanzielle Stabilität der EU insgesamt. Ihre Kommentare waren eine Einschätzung möglicher geldpolitischer Handlungsoptionen und keine Ankündigung von Maßnahmen der EZB.
Die Bank Indonesia verstärkte auf Anweisung von Präsident Prabowo Subianto ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Rupiah. Der zweite aufeinanderfolgende Tag mit Kursgewinnen der Währung fiel mit den intensivierten Stabilisierungsbemühungen zusammen.