
AUD/USD legt am Mittwoch zu und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels mit einem Tagesplus von 0,17 % bei rund 0,7035. Der Australische Dollar (AUD) profitiert von höher als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus Australien, die die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung durch die Reserve Bank of Australia (RBA) verstärken.

Laut den am Mittwoch vom australischen Statistikamt (ABS) veröffentlichten Daten stieg der australische Verbraucherpreisindex (CPI) im September im Jahresvergleich um 4,3 %, nach 4 % im August. Der Markt hatte mit 4,2 % gerechnet. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,8 % und übertrafen damit ebenfalls die Prognose von 0,7 %, nachdem sie im Vormonat um 0,4 % gestiegen waren.
Auch im dritten Quartal blieb der Inflationsdruck erhöht: Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorquartal um 1,3 %, verglichen mit 0,6 % im zweiten Quartal. Die zugrunde liegende Inflation, gemessen am getrimmten Mittel des Verbraucherpreisindex (Trimmed Mean CPI), betrug im September 0,3 % im Monatsvergleich und 3,7 % im Jahresvergleich.
Diese Zahlen bestätigen den anhaltenden Inflationsdruck in der australischen Wirtschaft und erschweren den geldpolitischen Ausblick der RBA. Während die Zentralbank versucht, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, schürt der zuletzt beschleunigte Anstieg der Verbraucherpreise Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung bereits auf ihrer November-Sitzung.
Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Straffung stützt den Australischen Dollar, da Anleger mit potenziell höheren Renditen für auf diese Währung lautende Anlagen rechnen. Diese Dynamik kommt AUD/USD zugute, wenngleich die bevorstehenden geldpolitischen Entscheidungen in den USA die Richtung des Währungspaars beeinflussen könnten.
In den Vereinigten Staaten (USA) richtet sich die Aufmerksamkeit auf die für Mittwoch angesetzte geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die Märkte rechnen überwiegend damit, dass die Zentralbank den Leitzins nach einer Anhebung um 25 Basispunkte im September unverändert in der Spanne von 3,75 % bis 4,00 % belässt.
Laut dem CME FedWatch-Tool veranschlagen Anleger die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung auf dieser Sitzung trotz des anhaltenden Inflationsdrucks in den USA auf lediglich rund 9 %. Die am Verbraucherpreisindex gemessene jährliche US-Inflation beschleunigte sich im September deutlich auf 3,7 %, nach zuvor 3,4 %. Die Märkte rechnen jedoch weiterhin mit einer erneuten geldpolitischen Straffung im Dezember. Dies könnte die Verluste des US-Dollars (USD) begrenzen und weitere Kursgewinne bei AUD/USD deckeln.
Vor diesem Hintergrund werden die Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh auf seiner Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung genau unter die Lupe genommen. Warsh bekräftigte kürzlich sein Bekenntnis zur Preisstabilität, betonte jedoch zugleich, dass er kommenden geldpolitischen Entscheidungen nicht vorgreifen wolle.
Anleger werden daher nach Hinweisen darauf suchen, ob die Fed ihren geldpolitischen Straffungszyklus noch vor Jahresende fortsetzen will. Ein restriktiverer Ton könnte den US-Dollar stützen, während eine vorsichtigere Botschaft AUD/USD weitere Kursgewinne ermöglichen könnte, da die Erwartungen höherer australischer Zinsen den Australischen Dollar weiterhin begünstigen.
Im Stundenchart notiert AUD/USD bei 0,7037 und zeigt eine leicht bullische Tendenz, da sich das Paar oberhalb des einfachen gleitenden Durchschnitts (SMA) über 100 Perioden bei 0,7026 sowie des 200-Perioden-SMA bei 0,7010 hält. Die Unterstützung durch die aufwärtsgerichtete Trendlinie verläuft nahe 0,7020. Der Relative-Stärke-Index (14) liegt bei rund 56 und signalisiert ein stetiges, aber noch nicht überzogenes Aufwärtsmomentum, während das Paar knapp unterhalb des kurzfristigen Widerstands konsolidiert.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der horizontalen Hürde um 0,7040, gefolgt von 0,7055 und anschließend 0,7075. Dort dürfte der Verkaufsdruck zunehmen, sollte sich der Anstieg fortsetzen. Auf der Unterseite bietet zunächst der 100-Perioden-SMA nahe 0,7026 Unterstützung, gefolgt vom Bereich der Trendlinie um 0,7020. Der 200-Perioden-SMA bei 0,7010 dient als tiefer liegende Unterstützung, sollten sich die Käufer im Tagesverlauf zurückziehen.
(Die technische Analyse in diesem Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)