
Circle (CRCL) erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 819 Millionen US-Dollar auf Zahlungen an USDC-Vertriebspartner und Transaktionskosten, wie aus einem Blogbeitrag des Unternehmens vom Freitag hervorgeht.

Über USDC, den an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin von Circle, wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Onchain-Transaktionsvolumen von mehr als 36 Billionen US-Dollar abgewickelt. Nach Angaben des Unternehmens entfielen bis Juni rund 77 % des weltweiten Transaktionsvolumens von Stablecoins auf USDC, verglichen mit 60 % im Vorjahr.
Circle gab in diesem Zeitraum zudem USDC im Wert von insgesamt mehr als 315 Milliarden US-Dollar aus beziehungsweise nahm sie zurück. Dies entsprach durchschnittlich rund 1,7 Milliarden US-Dollar pro Tag, einschließlich Wochenenden und Feiertagen.
Kash Razzaghi, Chief Commercial Officer von Circle, stellte die Zahlen vor und erläuterte das Geschäftsmodell hinter USDC sowie die Verteilung der Umsätze auf die Partner des Unternehmens bei gleichzeitiger Finanzierung der Infrastruktur, auf der der Stablecoin aufbaut.
Circle teilte mit, dass im ersten Halbjahr rund 59 Cent je US-Dollar Umsatz auf Zahlungen an USDC-Vertriebspartner und Transaktionskosten entfielen, insgesamt etwa 819 Millionen US-Dollar.
Das Unternehmen gab außerdem rund 473 Millionen US-Dollar beziehungsweise 34 Cent je US-Dollar Umsatz für Lizenzen, Bankbeziehungen, Abwicklungsliquidität, Compliance-Programme, Produktentwicklung und Blockchain-Integrationen aus.
Circle behielt im Berichtszeitraum rund sieben Cent je US-Dollar Umsatz als Nettogewinn ein.
Laut Razzaghi sichern diese Investitionen die Verfügbarkeit von USDC in verschiedenen Rechtsräumen, Bankensystemen und Blockchain-Netzwerken. Sie helfen dem Unternehmen zudem, große Ausgabe- und Rücknahmevolumina zu verarbeiten und gleichzeitig die Liquidität aufrechtzuerhalten, die Kunden für den Umtausch zwischen USDC und Fiatwährungen benötigen.
Circle argumentierte, dass Ausgaben für Compliance, Rücknahmen und finanzielle Widerstandsfähigkeit weiterhin notwendig seien, selbst wenn Stablecoin-Emittenten versprächen, einen größeren Anteil ihrer Erträge an Partner weiterzugeben.
Das Unternehmen wies außerdem darauf hin, dass sein Modell zur Umsatzbeteiligung Partner danach vergütet, wie viele USDC sie in den Markt bringen und auf ihren Plattformen halten.
In dem Blogbeitrag wurde auch erwähnt, dass Coinbase, der größte und langjährigste Partner von Circle, für das zweite Quartal einen Rekordwert von durchschnittlich 20 Milliarden US-Dollar an USDC-Beständen in seinen Produkten gemeldet habe. Dies entspricht einem Wachstum von 44 % gegenüber dem Vorjahr.
Circle hob zudem Binance hervor, das im September eine fünfjährige Geschäftsvereinbarung unterzeichnete und 100 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investierte. Mehr als 150 weitere Partner haben ein wirtschaftliches Interesse am Wachstum von USDC, darunter Kryptobörsen, Wallet-Anbieter, Banken, Fintech-Unternehmen und Zahlungsplattformen.
Circle ergänzte, dass seine Kunden USDC über die üblichen Bankkanäle kostenlos zurückgeben können, wobei die Abwicklung in der Regel bis zu zwei Geschäftstage dauert.
Kunden, die das Circle Payments Network oder dafür zugelassene Produkte auf der Circle Platform nutzen, können ebenfalls kostenlose Rücknahmen mit einer Abwicklung nahezu in Echtzeit in Anspruch nehmen, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.
CRCL notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 82,4 US-Dollar und liegt damit mehr als 5 % im Minus. Die Aktie folgt somit dem breiten Ausverkauf am Aktienmarkt.