EZB-Präsidentin Lagarde warnt vor anhaltenden Inflationsrisiken angesichts gegenläufiger Entwicklungen bei Energie und KI

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte am Donnerstag in einer über die Nachrichtenticker verbreiteten Äußerung: „Die aktuelle Lage wird dadurch erschwert, dass der Energieschock und die künstliche Intelligenz (KI) in entgegengesetzte Richtungen wirken.“

Lagarde sagte, es sei „weiterhin notwendig, Instrumente einzusetzen, um zu verhindern, dass die Inflation außer Kontrolle gerät“. Sie erwarte nicht, „dass die US-Zölle unmittelbar neu geprüft werden“.

Die wichtigsten Aussagen:

Die aktuelle Lage wird dadurch erschwert, dass der Energieschock und die KI in entgegengesetzte Richtungen wirken.

Es ist sehr schwierig, angebotsbedingte und nachfragebedingte Schocks voneinander zu trennen.

Es ist weiterhin notwendig, Instrumente einzusetzen, um zu verhindern, dass die Inflation außer Kontrolle gerät.

Bis Dezember werden uns zahlreiche Indikatoren vorliegen.

Ich erwarte nicht, dass die US-Zölle unmittelbar neu geprüft werden.

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Euro-Kurs heute

Die folgende Tabelle zeigt die heutige prozentuale Veränderung des Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen. Am stärksten entwickelte sich der Euro gegenüber dem australischen Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0,11 % 0,06 % -0,33 % 0,28 % 0,84 % 0,35 % -0,17 %
EUR -0,11 % -0,05 % -0,48 % 0,17 % 0,73 % 0,23 % -0,29 %
GBP -0,06 % 0,05 % -0,40 % 0,22 % 0,78 % 0,29 % -0,23 %
JPY 0,33 % 0,48 % 0,40 % 0,62 % 1,19 % 0,66 % 0,17 %
CAD -0,28 % -0,17 % -0,22 % -0,62 % 0,57 % 0,05 % -0,45 %
AUD -0,84 % -0,73 % -0,78 % -1,19 % -0,57 % -0,48 % -1,01 %
NZD -0,35 % -0,23 % -0,29 % -0,66 % -0,05 % 0,48 % -0,49 %
CHF 0,17 % 0,29 % 0,23 % -0,17 % 0,45 % 1,01 % 0,49 %

Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen wichtiger Währungen zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, die Notierungswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den Euro auswählen und der Zeile horizontal bis zum US-Dollar folgen, zeigt die prozentuale Veränderung im entsprechenden Feld die Entwicklung von EUR (Basiswährung)/USD (Notierungswährung).

Häufig gestellte Fragen zur EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Zentralbank des Euroraums. Die EZB legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik für die Region. Ihr vorrangiger Auftrag ist die Wahrung der Preisstabilität, was bedeutet, die Inflation bei rund 2 % zu halten. Ihr wichtigstes Instrument dafür ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze führen in der Regel zu einem stärkeren Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft seine geldpolitischen Entscheidungen auf Sitzungen, die achtmal im Jahr stattfinden. Die Entscheidungen werden von den Präsidenten der nationalen Zentralbanken des Euroraums und sechs ständigen Mitgliedern getroffen, darunter die EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein geldpolitisches Instrument einsetzen, das als quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) bezeichnet wird. Dabei schafft die EZB neue Euro und kauft damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten. QE führt üblicherweise zu einem schwächeren Euro. QE ist das letzte Mittel, wenn eine bloße Senkung der Zinssätze voraussichtlich nicht ausreicht, um das Ziel der Preisstabilität zu erreichen. Die EZB setzte dieses Instrument während der großen Finanzkrise 2009–2011, im Jahr 2015 angesichts einer hartnäckig niedrigen Inflation sowie während der Corona-Pandemie ein.

Die quantitative Straffung (Quantitative Tightening, QT) ist das Gegenteil von QE. Sie wird im Anschluss an QE vorgenommen, wenn eine wirtschaftliche Erholung im Gange ist und die Inflation zu steigen beginnt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen von Finanzinstituten kauft, um ihnen Liquidität bereitzustellen, stellt sie bei QT weitere Anleihekäufe ein und reinvestiert die Tilgungsbeträge fällig werdender Anleihen aus ihrem Bestand nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv (bullisch) auf den Euro aus.