
Ethereum (ETH) erholte sich am Dienstag den sechsten Tag in Folge im Bereich der Marke von 2.400 US-Dollar. Dabei dienten die On-Chain-Kostenbasis und wichtige gleitende Durchschnitte als zentrale Unterstützungen.

Der Bereich unterhalb von 2.400 US-Dollar hat sich in der vergangenen Woche trotz makroökonomischer Belastungen als starke Unterstützung für den führenden Altcoin erwiesen. Sobald der Kurs unter diese Marke fällt, greifen Käufer immer wieder ein, um ihn zu stützen.
Diese Unterstützung hat sich nicht erst in den vergangenen Tagen bewährt. Auch während der dreiwöchigen Konsolidierung von ETH zwischen Ende August und Mitte September erwies sich der Bereich unterhalb von 2.400 US-Dollar als wichtige Unterstützung.
Die anhaltenden Käufe rund um diese Marke haben vor allem zwei Gründe: die nahe gelegene On-Chain-Unterstützung und die charttechnische Unterstützung.
Der realisierte Preis (Realized Price) von Ethereum, also die durchschnittliche On-Chain-Kostenbasis, liegt bei 2.311 US-Dollar. Unterhalb des realisierten Preises befindet sich der durchschnittliche Halter im Verlust.
Daher haben Anleger dieses Niveau in der Vergangenheit immer wieder verteidigt, insbesondere in Phasen schwachen Momentums und fallender Kurse, wie in der vergangenen Woche zu beobachten war. Die On-Chain-Unterstützung erwies sich trotz anhaltender Verkäufe sowohl am Spot- als auch am Futures-Markt als entscheidend.

US-Spot-ETFs auf ETH verzeichneten am Montag laut Daten von SoSoValue Nettoabflüsse von 103,2 Millionen US-Dollar. Damit kam es an 14 der vergangenen 15 Handelstage zu Nettoabflüssen.
Laut Daten von Coinglass entfiel in der vergangenen Woche auch der größte Anteil der Krypto-Liquidationen auf ETH-Long-Positionen, insbesondere an den meisten Tagen mit Kursverlusten. In den vergangenen beiden Tagen hat sich ETH jedoch erholt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beliefen sich die Liquidationen von Ethereum-Futures innerhalb der vergangenen 24 Stunden auf 100,4 Millionen US-Dollar. Den größten Anteil hatten dabei Short-Liquidationen mit 64,7 Millionen US-Dollar.
Während sich der Bereich unterhalb von 2.400 US-Dollar weiterhin als stabil erweist, könnte ein anhaltender Rückgang unter den realisierten Preis den Verkaufsdruck durch Anleger erhöhen, die ihre Verluste begrenzen möchten.
Aus charttechnischer Sicht bildet der Bereich, in dem der exponentielle gleitende 100-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 2.362 US-Dollar und die horizontale Marke von 2.355 US-Dollar zusammenfallen, eine wichtige Unterstützung. Er hat ETH dabei geholfen, wieder über 2.400 US-Dollar zu steigen. Der führende Altcoin konnte in den vergangenen Tagen trotz mehrerer Versuche nicht unter diesem Bereich schließen. Ein Tagesschlusskurs darunter könnte die Unterstützung bei 2.204 US-Dollar in den Fokus rücken.

Auf der Oberseite begrenzen die 20- und 50-Tage-EMAs bei 2.500 beziehungsweise 2.482 US-Dollar die Erholungsversuche in Richtung des Widerstands bei 2.548 US-Dollar. Eine Rückeroberung der kurzfristigen EMAs könnte den Ausblick wieder zugunsten steigender Kurse verändern und einen Anstieg zum Test des Widerstands bei 2.781 US-Dollar auslösen.
Die Momentumindikatoren, der 14-Tage-Relative-Stärke-Index (RSI) und der Stochastik-Oszillator (Stoch), legten zu, blieben jedoch unter ihren neutralen Niveaus. Dies deutet auf eine nachlassende Dominanz der Bären hin.