
Der Euro (EUR) tendiert am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) freundlich, gestützt durch positive Daten zur Industrieaktivität im Euroraum und Sorgen um die US-Wahlen. Das Währungspaar EURUSD tut sich jedoch schwer, sich über der Marke von 1,1200 zu etablieren. Damit bewegt sich der Kurs im Niemandsland zwischen dem am Freitag erreichten tiefsten Stand seit fast 18 Monaten knapp über 1,1100 und einer Reihe von Widerständen im Bereich zwischen 1,1255 und 1,1285.

Die Aufwärtsrevisionen der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe im Euroraum für Oktober haben dem Euro neuen Auftrieb verliehen. Zuvor hatte er bereits von den Sorgen der Anleger über den Ausgang der US-Zwischenwahlen profitiert, die am Dienstag stattfinden.
EUR/USD stabilisierte sich jedoch im weiteren Verlauf, als die Märkte die fragile Finanzstabilität einiger Mitgliedstaaten des Euroraums wieder stärker berücksichtigten. Fitch nahm eine außerplanmäßige Bonitätsüberprüfung Frankreichs vor, senkte den Ausblick für die französischen Staatsschulden von stabil auf negativ und signalisierte eine weitere Ratingüberprüfung bis Ende Februar.
„Mal sehen, ob dieser außerplanmäßige Schritt den OAT-Bund-Spread heute stark unter Druck setzt“, sagt Chris Turner, Analyst bei ING. Er vertritt zudem die Ansicht, dass „die Nachricht das Erholungspotenzial von EUR/USD durch niedrigere Energiepreise begrenzt“.
EUR/USD notiert um 1,1220, womit die kurzfristig bärische Tendenz intakt bleibt. Die Momentumindikatoren signalisieren jedoch nachlassenden Abwärtsdruck. Der Relative-Stärke-Index (RSI) im 4-Stunden-Chart hat sich mit einem Wert von 46,5 aus dem überverkauften Bereich gelöst, liegt aber weiterhin unter der Mittellinie. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist unterdessen leicht positiv. Insgesamt deutet dies eher auf ein Nachlassen des Abwärtstrends als auf eine strukturelle Trendwende hin.
Die Bullen dürften zwischen dem Hoch vom 22. Oktober bei 1,1256 und dem Hoch vom 2. Oktober bei 1,1285 auf erheblichen Widerstand stoßen. Darüber liegt das nächste Kursziel im Bereich zwischen den Juni-Tiefständen bei 1,1325 und dem 38,2-%-Fibonacci-Retracement bei 1,1337.
Auf der Unterseite dürften die Bären unterhalb des Freitagstiefs bei 1,1104 zunächst die Tiefstände vom Mai 2025 um 1,1050 ins Visier nehmen, bevor der psychologisch wichtige Bereich um 1,1000 in den Fokus rückt.
Die folgende Tabelle zeigt die heutige prozentuale Veränderung des Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen. Am stärksten entwickelte sich der Euro gegenüber dem australischen Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0,49 % | -0,19 % | 0,21 % | 0,03 % | 0,40 % | 0,14 % | -0,67 % | |
| EUR | 0,49 % | 0,31 % | 0,69 % | 0,51 % | 0,88 % | 0,64 % | -0,16 % | |
| GBP | 0,19 % | -0,31 % | 0,40 % | 0,21 % | 0,57 % | 0,33 % | -0,46 % | |
| JPY | -0,21 % | -0,69 % | -0,40 % | -0,18 % | 0,18 % | -0,07 % | -0,89 % | |
| CAD | -0,03 % | -0,51 % | -0,21 % | 0,18 % | 0,37 % | 0,11 % | -0,67 % | |
| AUD | -0,40 % | -0,88 % | -0,57 % | -0,18 % | -0,37 % | -0,24 % | -1,04 % | |
| NZD | -0,14 % | -0,64 % | -0,33 % | 0,07 % | -0,11 % | 0,24 % | -0,79 % | |
| CHF | 0,67 % | 0,16 % | 0,46 % | 0,89 % | 0,67 % | 1,04 % | 0,79 % |
Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der wichtigsten Währungen im Verhältnis zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte gewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den Euro auswählen und der Zeile nach rechts bis zum US-Dollar folgen, zeigt das entsprechende Feld die prozentuale Veränderung von EUR (Basiswährung)/USD (Kurswährung).
(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)