Vereinigtes Königreich: Inflation vom Energieschock geprägt – ING

James Smith von ING hebt hervor, dass sich der Inflationsdruck im Vereinigten Königreich weiterhin auf Energie konzentriert, während die Teuerung bei Lebensmitteln und Dienstleistungen überraschend verhalten bleibt. Die Gesamtinflation lag im September bei 3,5 % und dürfte im Winter ihren Höchststand bei knapp 4 % erreichen. Die Inflationsmaße für energieintensive Güter und Dienstleistungen sowie für Kerndienstleistungen lassen jedoch kaum eine Ausweitung der Zweitrundeneffekte infolge des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks erkennen.

Energie als Treiber, aber begrenzte Weitergabe der Kosten

„Sieben Monate nach Beginn des Iran-Kriegs gibt es noch immer keine Anzeichen dafür, dass sich der Inflationsschock im Vereinigten Königreich über den Energiebereich hinaus ausweitet. Zweitrundeneffekte sind bislang nicht zu erkennen.“

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„Die Gesamtinflation lag im September mit 3,5 % zwar etwas über der Konsensprognose, entsprach aber unserer Erwartung. Besonders auffällig ist jedoch der Rückgang der Lebensmittelpreise gegenüber dem Vormonat. Damit findet eine bemerkenswert ruhige Phase der Lebensmittelteuerung ihren vorläufigen Abschluss. Zweifellos wird diese zum Winter hin anziehen, nicht zuletzt angesichts des jüngsten Anstiegs der Erdgaspreise. Doch alle Modelle deuten darauf hin, dass sich der Energiepreisschock bereits in gewissem Umfang bei Lebensmitteln bemerkbar machen müsste. Bislang ist das nicht der Fall.“

„Auch deshalb ist die von uns berechnete Inflation in ‚energieintensiven‘ Bereichen in diesem Jahr sogar gesunken und zeigt kaum bis gar keine Anzeichen einer Beschleunigung. Das gilt auch dann, wenn man die Vorjahreserhöhungen bei Wassergebühren und Kfz-Steuern herausrechnet, die das Bild ansonsten verzerren würden. Dieser Indikator erfasst die Preisentwicklung in Kategorien, die das britische Statistikamt Office for National Statistics als ‚sehr energieintensiv‘ oder ‚energieintensiv‘ einstuft. Sie reichen von Lebensmitteln bis hin zu Cafés.“

„Auch die Dienstleistungsinflation erscheint recht moderat. Der Anstieg der am Verbraucherpreisindex gemessenen Teuerung im gesamten Dienstleistungssektor auf 3,7 % von zuvor 3,4 % wurde durch die bekanntermaßen sehr volatilen Flugpreise überzeichnet. Rechnet man diese schwankungsanfälligen Kategorien sowie die Kategorien mit indexgebundenen Preisen heraus, bleibt die von der Bank of England bevorzugte Messgröße für die Inflation bei ‚Kerndienstleistungen‘ relativ verhalten, auch wenn sie in den vergangenen Monaten leicht gestiegen ist. Das deckt sich mit dem ruhigen Bild beim Lohnwachstum in der Privatwirtschaft, das nach Bereinigung um Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur bei 3,4 % liegt.“

(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft. Mehr erfahren.)