USD/JPY-Kursprognose: Händler zeigen sich unter 158,00 zurückhaltend; US-Arbeitsmarktdaten (NFP) erwartet

  • USD/JPY erholt sich angesichts anhaltender USD-Käufe leicht vom Wochentief.
  • Eine restriktive BoJ und Interventionsrisiken begrenzen die Verluste des JPY und damit das Aufwärtspotenzial des Währungspaars vor den US-Arbeitsmarktdaten.
  • Die jüngste Seitwärtsbewegung mahnt zur Vorsicht, bevor Positionen in Erwartung einer klaren Kursrichtung eingegangen werden.

Das Währungspaar USD/JPY kann seine Erholung vom Wochentief, das es am frühen Freitag erreicht hatte, kaum ausbauen und notiert im frühen europäischen Handel unter der Marke von 158,00. Die Händler richten ihren Blick nun auf den viel beachteten US-Arbeitsmarktbericht zu den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP), von dem sie sich vor dem Wochenende neue Impulse erhoffen.

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Unterdessen stützen Erwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Dezember die Zinsen anheben wird, zusammen mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten den US-Dollar (USD). Dieser setzt damit seine am Vortag begonnene Erholung vom tiefsten Stand seit Ende September fort. Das verleiht dem Währungspaar USD/JPY Rückenwind. Die restriktive Ausrichtung der Bank of Japan (BoJ) und das Risiko von Devisenmarktinterventionen begrenzen jedoch stärkere Verluste des japanischen Yen (JPY) und damit das Aufwärtspotenzial des Währungspaars.

Aus technischer Sicht bleibt die kurzfristige Tendenz unterhalb des einfachen gleitenden 100-Tage-Durchschnitts (SMA) bei 159,09 und des 50,0-%-Fibonacci-Retracements bei 158,44 bärisch. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 49,37 praktisch im neutralen Bereich und setzt der Abwärtstendenz kaum etwas entgegen. Zudem hat sich das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) knapp oberhalb der Nulllinie abgeflacht. Dies deutet eher auf eine nachlassende bärische Dynamik als auf eine entschlossene Erholung hin.

Darüber hinaus legt die seit rund sieben Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung nahe, zunächst einen klaren Ausbruch in die eine oder andere Richtung abzuwarten, bevor die kurzfristige Kursrichtung von USD/JPY eingeschätzt wird. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 50,0-%-Retracement bei 158,44, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 159,09 und dem 61,8-%-Retracement bei 159,76. Darüber bilden das 78,6-%-Niveau bei 161,65 und das Zyklushoch nahe 164,05 einen übergeordneten Widerstandsbereich.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 38,2-%-Fibonacci-Niveau bei 157,12, gefolgt vom Bereich um 156,65, der unteren Begrenzung der Handelsspanne. Sollte der Verkaufsdruck wieder zunehmen, könnte das 23,6-%-Retracement bei 155,48 als weiter entferntes bärisches Kursziel dienen, bevor das Währungspaar USD/JPY schließlich auf das Zyklustief bei rund 152,83 fällt.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

USD/JPY-Tageschart

Chart Analysis USD/JPY

Wirtschaftsindikator

Beschäftigte außerhalb der Landwirtschaft

Die vom US Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Nonfarm Payrolls geben die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen in sämtlichen nichtlandwirtschaftlichen Unternehmen der USA an. Die monatlichen Veränderungen der Beschäftigtenzahl können stark schwanken. Zudem werden die Zahlen häufig erheblich revidiert, was ebenfalls Volatilität am Devisenmarkt auslösen kann. Grundsätzlich gilt ein hoher Wert als bullisch für den US-Dollar (USD), während ein niedriger Wert als bärisch angesehen wird. Allerdings sind die Revisionen der Vormonatswerte und die Arbeitslosenquote ebenso relevant wie die zentrale Beschäftigungszahl. Die Marktreaktion hängt daher davon ab, wie der Markt sämtliche im BLS-Bericht enthaltenen Daten insgesamt bewertet.

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Nächste Veröffentlichung: Fr., 06. Nov. 2026, 13:30

Häufigkeit: Monatlich

Konsensprognose: 65.000

Vorheriger Wert: 29.000

Quelle:US-Amt für Arbeitsmarktstatistik

Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht gilt als wichtigster Konjunkturindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die darin ausgewiesene Veränderung der Beschäftigtenzahl korreliert eng mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und wird von wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern aufmerksam verfolgt. Vollbeschäftigung gehört zum Mandat der US-Notenbank Fed. Sie berücksichtigt die Entwicklungen am Arbeitsmarkt bei der Ausrichtung ihrer Geldpolitik und beeinflusst damit die Währungen. Obwohl mehrere Frühindikatoren in die Schätzungen einfließen, sorgen die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) häufig für Überraschungen an den Märkten und lösen erhebliche Volatilität aus. Liegen die tatsächlichen Zahlen über der Konsensprognose, wirkt sich dies tendenziell positiv auf den USD aus.