AUD/USD-Kursprognose: Steigende Ölpreise setzen australischen und neuseeländischen Dollar unter Druck

  • AUD/USD fällt auf rund 0,7000, da höhere Ölpreise den australischen Dollar belasten.
  • Der Abzug nicht zwingend benötigten US-Personals aus der Golfregion hat das Risiko einer erneuten Eskalation der Spannungen im Nahen Osten erhöht.
  • Anleger warten gespannt auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Oktober aus Australien und den USA.

Der australische Dollar entwickelt sich am Donnerstag schwächer als die anderen wichtigen Währungen, mit Ausnahme des neuseeländischen Dollars (NZD). Gegenüber dem US-Dollar (USD) verliert er 0,4 % und notiert nahe der psychologisch wichtigen Marke von 0,7000.

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Australischer Dollar: Kursentwicklung heute

Die folgende Tabelle zeigt die heutige prozentuale Veränderung des australischen Dollars (AUD) gegenüber den aufgeführten wichtigen Währungen. Am schwächsten entwickelte sich der australische Dollar gegenüber dem japanischen Yen.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0,30 % 0,23 % -0,85 % -0,03 % 0,48 % 0,55 % -0,32 %
EUR -0,30 % -0,08 % -1,14 % -0,34 % 0,17 % 0,24 % -0,65 %
GBP -0,23 % 0,08 % -1,07 % -0,30 % 0,24 % 0,31 % -0,56 %
JPY 0,85 % 1,14 % 1,07 % 0,80 % 1,33 % 1,37 % 0,51 %
CAD 0,03 % 0,34 % 0,30 % -0,80 % 0,52 % 0,60 % -0,29 %
AUD -0,48 % -0,17 % -0,24 % -1,33 % -0,52 % 0,06 % -0,80 %
NZD -0,55 % -0,24 % -0,31 % -1,37 % -0,60 % -0,06 % -0,84 %
CHF 0,32 % 0,65 % 0,56 % -0,51 % 0,29 % 0,80 % 0,84 %

Die Heatmap zeigt die prozentualen Veränderungen der wichtigsten Währungen zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, die Kurswährung aus der obersten Zeile. Wenn Sie beispielsweise in der linken Spalte den australischen Dollar auswählen und der Zeile waagerecht bis zum US-Dollar folgen, zeigt das entsprechende Feld die prozentuale Veränderung von AUD (Basiswährung)/USD (Kurswährung).

Als risikoreich geltende Währungen sind unter Druck geraten, da die Ölpreise angesichts der Sorge vor einer erneuten Eskalation der Spannungen im Nahen Osten kräftig steigen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt der WTI-Ölpreis mit 1,5 % im Plus bei rund 99,00 US-Dollar.

Analysten der Commerzbank berichten, dass sich die Spannungen im Nahen Osten „verschärften, nachdem bei einem Drohnenangriff auf das saudische Ölfeld Shaybah zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden waren“. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die Auswirkungen auf den Rohölpreis letztlich begrenzt blieben. Sie betonen, dass „die Ölpreise nach Berichten, die auf einen umfassenderen Abzug von US-Diplomaten aus der Golfregion hindeuteten, kurzzeitig sprunghaft stiegen“. Die Bewegung habe jedoch an Schwung verloren, als „Washington klarstellte, dass die Anordnung auf Saudi-Arabien beschränkt war“, woraufhin der Markt einen Teil der vorherigen Gewinne wieder abgab.

Unterdessen hat auch die Erholung des US-Dollar-Index (DXY) das Währungspaar AUD/USD unter Druck gesetzt. Im europäischen Handel erholt sich der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, auf rund 101,66, nachdem er erneut das Dreiwochentief bei etwa 101,45 erreicht hatte.

Als nächster Impulsgeber für den australischen Dollar und den US-Dollar werden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für den Privatsektor in Australien und den Vereinigten Staaten (USA) für Oktober erwartet, deren Veröffentlichung für Freitag vorgesehen ist.

AUD/USD: Technische Analyse

Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,6996. Das Währungspaar liegt damit genau am exponentiellen gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (EMA) bei rund 0,6996. Dieser bildet somit eine entscheidende Marke. Solange der Kurs um diese dynamische Linie schwankt, bleibt die kurzfristige Tendenz neutral.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 48 knapp unter der Marke von 50 und deutet auf fehlendes klares Richtungsmomentum hin: Der jüngste Abwärtsdruck hat nachgelassen, doch die Käufer haben die Kontrolle noch nicht eindeutig zurückgewonnen.

Da der Kurs am 20-Tage-EMA verharrt und ein Ausbruch aus der Doppelbodenformation erfolgt ist, würde ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb dieser entscheidenden Marke den Bullen die Möglichkeit eröffnen, wieder die Oberhand zu gewinnen und eine Erholung in Richtung der vorherigen Hochs bei rund 0,7036 anzustreben. Auf der Unterseite könnte AUD/USD in eine neue Abwärtsphase eintreten, falls das Währungspaar unter das Tief vom 15. Oktober bei 0,6894 fällt.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Häufig gestellte Fragen zum US-Dollar

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten von Amerika und die De-facto-Währung zahlreicher weiterer Länder, in denen er neben lokalen Banknoten im Umlauf ist. Er ist die meistgehandelte Währung der Welt. Daten aus dem Jahr 2022 zufolge entfallen auf ihn über 88 % des weltweiten Devisenumsatzes, was einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von 6,6 Billionen US-Dollar pro Tag entspricht. Nach dem Zweiten Weltkrieg löste der US-Dollar das britische Pfund als weltweite Reservewährung ab. Während des größten Teils seiner Geschichte war der US-Dollar durch Gold gedeckt, bis das Bretton-Woods-Abkommen im Jahr 1971 das Ende des Goldstandards brachte.

Der wichtigste einzelne Einflussfaktor auf den Wert des US-Dollars ist die Geldpolitik, die von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat ein Doppelmandat: Sie soll Preisstabilität gewährleisten, also die Inflation kontrollieren, und Vollbeschäftigung fördern. Ihr wichtigstes Instrument zur Erreichung dieser beiden Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Zielwert der Fed von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was den Wert des US-Dollars stützt. Wenn die Inflation unter 2 % fällt oder die Arbeitslosenquote zu hoch ist, kann die Fed die Zinsen senken, was den US-Dollar belastet.

In Extremsituationen kann die Federal Reserve auch zusätzliche US-Dollar drucken und eine quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) einleiten. QE ist ein Verfahren, mit dem die Fed die Kreditversorgung in einem blockierten Finanzsystem erheblich ausweitet. Es handelt sich um eine unkonventionelle geldpolitische Maßnahme, die eingesetzt wird, wenn die Kreditvergabe versiegt ist, weil sich Banken aus Angst vor einem Zahlungsausfall der Gegenpartei untereinander kein Geld mehr leihen. Sie ist das letzte Mittel, wenn einfache Zinssenkungen voraussichtlich nicht das erforderliche Ergebnis erzielen würden. Die Fed setzte dieses Instrument bevorzugt ein, um die Kreditklemme während der großen Finanzkrise 2008 zu bekämpfen. Dabei druckt die Fed zusätzliche US-Dollar und kauft damit überwiegend von Finanzinstituten US-Staatsanleihen. QE führt in der Regel zu einem schwächeren US-Dollar.

Die quantitative Straffung (Quantitative Tightening, QT) ist der umgekehrte Prozess: Die Federal Reserve stellt den Kauf von Anleihen von Finanzinstituten ein und legt die Rückzahlungen aus fällig werdenden Anleihen in ihrem Bestand nicht in neue Anleihen an. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den US-Dollar aus.