Australischer Dollar legt leicht zu: Höhere Inflation schürt erneut Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik durch die RBA

  • Der australische Dollar legt am Freitag um 0,08 % zu, gestützt von Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung in Australien.
  • Die Inflation in Australien beschleunigte sich im September auf 4,3 % und verstärkte damit die Erwartungen einer Zinserhöhung im November.
  • Die Fed hält die Zinsen unverändert, während die Währungshüter angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks vorsichtig bleiben.

AUD/USD legt am Freitag leicht zu und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels mit einem Tagesplus von 0,08 % bei rund 0,7035. Der australische Dollar (AUD) profitiert von zunehmenden Erwartungen einer Zinserhöhung durch die Reserve Bank of Australia (RBA), nachdem die Inflationsdaten höher als erwartet ausgefallen waren und sich Notenbankvertreter zuletzt für einen restriktiven geldpolitischen Kurs ausgesprochen hatten.

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Die jüngsten, am Mittwoch vom australischen Statistikamt (ABS) veröffentlichten Zahlen zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im September gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % gestiegen ist. Damit beschleunigte sich der Anstieg von 4 % im August und übertraf die Markterwartungen von 4,2 %. Die erneute Beschleunigung der Inflation schürt Sorgen über anhaltenden Preisdruck und verringert den Spielraum der RBA, ihre Geldpolitik unverändert zu lassen.

Auch RBA-Gouverneurin Michele Bullock schlug einen restriktiven Ton an und erklärte, dass sich der Inflationsdruck, der die Notenbank beunruhigt habe, allmählich zeige. Ihre Äußerungen haben Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung auf der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung am 3. November angeheizt.

Laut dem ASX RBA Rate Tracker preisen die Märkte inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 80 % für eine Zinserhöhung auf 4,85 % bei der bevorstehenden Sitzung ein, gegenüber 60 % vor der Veröffentlichung der Inflationsdaten. Diese veränderten geldpolitischen Erwartungen stützen den australischen Dollar, da Anleger zunehmend davon ausgehen, dass die Zinsen in Australien länger auf erhöhtem Niveau bleiben werden.

Auf US-Seite sieht sich der US-Dollar (USD) mit Unsicherheit über den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) konfrontiert. Am Mittwoch beließ die Notenbank ihren Leitzins unverändert in einer Spanne von 3,75 % bis 4,00 % und betonte die Bedeutung der neu eingehenden Konjunkturdaten für ihre nächsten geldpolitischen Entscheidungen.

Die Fed-Vertreter beobachten die Inflationsrisiken weiterhin genau. Am Freitag erklärte der Präsident der Federal Reserve Bank of Richmond, Thomas Barkin, ein schrittweises Vorgehen bei den Zinsen sei weiterhin angemessen. Die grundsätzliche Richtung der Geldpolitik sei relativ klar, das Tempo der Anpassungen bleibe jedoch die entscheidende Frage.

Barkin hob außerdem hervor, dass US-Unternehmen zunehmend auf breiter Front mit Kostendruck konfrontiert seien, der sie zu Preiserhöhungen veranlasse. Insbesondere verwies er auf den sprunghaften Anstieg der Investitionen in künstliche Intelligenz als zusätzliche Quelle von Inflationsdruck und nannte deren Auswirkungen auf die Lieferketten und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Diese Äußerungen deuten darauf hin, dass die Fed angesichts der anhaltenden Inflation an einem vorsichtigen Vorgehen festhalten könnte. Dennoch stützen die zunehmenden Erwartungen einer geldpolitischen Straffung in Australien weiterhin AUD/USD. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die geldpolitische Entscheidung der RBA in der kommenden Woche.

Technische Analyse zu AUD/USD

Chart Analysis AUD/USD


Im Stundenchart notiert AUD/USD bei 0,7035 und behält kurzfristig eine leicht bullische Tendenz bei, während das Währungspaar oberhalb des einfachen gleitenden Durchschnitts (SMA) über 100 Perioden bei 0,7032 und des 200-Perioden-SMA bei 0,7026 konsolidiert. Das Paar bewegt sich auf den unmittelbaren horizontalen Widerstand bei 0,7040 zu. Der Relative-Stärke-Index (14) von rund 52 signalisiert unterdessen ein stetiges, aber nicht übermäßig starkes Kaufinteresse. Dies deutet darauf hin, dass Rücksetzer auf Nachfrage stoßen könnten, solange der Kurs oberhalb der Unterstützung durch die darunterliegenden gleitenden Durchschnitte bleibt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 0,7040, gefolgt von einer weiteren Begrenzung bei 0,7055 und einer bedeutenderen Hürde nahe 0,7068. Auf der Unterseite bildet der 100-Perioden-SMA bei 0,7032 die erste Unterstützung, gefolgt vom 200-Perioden-SMA bei 0,7026. Sollte der Korrekturdruck zunehmen, liegen tiefere Unterstützungen an den horizontalen Marken von 0,7010 und 0,6994.

(Die technische Analyse dieses Artikels wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)