
Der US-Dollar (USD) profitierte von einer überraschenden Zinspause der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), die ihren offiziellen Leitzins (Official Cash Rate, OCR) mit einer knappen Mehrheit von 4 zu 3 Stimmen bei 2,75 % beließ, obwohl der Markt überwiegend eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte erwartet hatte. Die Entscheidung ließ den Neuseeland-Dollar gegenüber dem US-Dollar zeitweise um bis zu 1,6 % fallen und drückte NZD/USD in Richtung der Untergrenze seiner entscheidenden, seit mehreren Monaten bestehenden Unterstützungszone bei 0,5560/0,5550. Da die RBNZ signalisiert, dass weitere Straffungen zur Bekämpfung der im vierten Quartal steigenden Inflation weiterhin erforderlich sein könnten, richtet sich die Aufmerksamkeit am Markt auf die Frage, ob die Stärke des US-Dollars bei NZD/USD einen weitergehenden charttechnischen Abwärtsdurchbruch auslösen wird oder ob überzogene Zinserwartungen an die Fed weitere USD-Gewinne begrenzen werden.


Die Analysten von Societe Generale betonen, dass die Entscheidung der RBNZ, den OCR unverändert bei 2,75 % zu belassen, den Neuseeland-Dollar stark unter Druck gesetzt und NZD/USD direkt an die Untergrenze seiner seit mehreren Monaten bestehenden Handelsspanne gedrückt hat. Sollten die Käufer die entscheidende Unterstützungszone bei 0,5560/0,5550 nicht verteidigen können, steigt für das Währungspaar das Risiko eines anhaltenden Abwärtstrends mit mehrjährigen Tiefständen als Kursziel.
„NZD/USD testet die Untergrenze seiner seit mehreren Monaten bestehenden Handelsspanne bei 0,5560/0,5550, eine entscheidende Unterstützungszone ... Eine kurzfristige Erholung ist nicht auszuschließen; das jüngste Zwischenhoch bei 0,5710 könnte jedoch als Widerstand wirken ... Sollte das Währungspaar die Unterstützung bei 0,5560/0,5550 nicht verteidigen können, würde das Risiko eines stärkeren Abwärtstrends zunehmen ... In einem solchen Szenario könnten die nächsten Kursziele beim Tief vom April 2025 nahe 0,5480 sowie bei den Projektionszielen bei 0,5420 liegen.“
Norman Liebke von der Commerzbank merkt an, dass die RBNZ die Märkte zwar mit ihrer Entscheidung überrascht habe, den Leitzins mit 4 zu 3 Stimmen bei 2,75 % zu belassen, die hohe Gesamtinflation aber wahrscheinlich eine Zinserhöhung im Dezember erzwingen werde. Da die Geldmärkte bis September nächsten Jahres jedoch rund vier Zinserhöhungen einpreisen, sieht Liebke mittelfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial für den Kiwi, wenn diese Erwartungen zurückgenommen werden. Allerdings dürften überzogene Zinserwartungen an die Fed eine ungebremste Rally des US-Dollars verhindern.
„Die Reserve Bank of New Zealand hat ihren Leitzins entgegen den Markterwartungen unverändert bei 2,75 % belassen ... Der Kiwi verlor gegenüber dem USD vorübergehend 1,6 % auf knapp 0,56. Angesichts der aus unserer Sicht übermäßig restriktiven Zinserwartungen am Markt sehen wir allerdings auch mittelfristig kaum Aufwärtspotenzial für den NZD ... Zwar rechnen wir weiterhin mit einer Zinserhöhung im Dezember, doch hinsichtlich der mittelfristigen Aussichten sind wir skeptischer als der Markt. Wenn die Zinserhöhungserwartungen zurückgenommen werden, dürfte der Kiwi daher nachgeben. Zugleich halten wir auch die aktuellen Erwartungen an die Fed für zu restriktiv, was das Ausmaß einer möglichen Abwertung des NZD begrenzen dürfte.“
Die überraschende Zinspause der RBNZ hat die relative Stärke des US-Dollars untermauert und NZD/USD an die entscheidende Unterstützungszone bei 0,5560/0,5550 geführt. Während Societe Generale davor warnt, dass ein Bruch dieser Zone aus charttechnischer Sicht den Weg bis auf 0,5480 freimachen könnte, erwartet die Commerzbank, dass die Einpreisung geringerer Zinserhöhungen durch die RBNZ den Kiwi belasten wird. Im Fall der Fed argumentiert die Bank jedoch, dass überzogene Erwartungen an einen restriktiven Zinskurs das Potenzial des US-Dollars für eine deutliche Ausweitung seiner Gewinne letztlich begrenzen werden.
(Dieser Artikel wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt und von einem Redakteur geprüft. Mehr erfahren.)